Königlicher Eupener Eifel-Ardennen Verein VoG

Wandern, Veranstaltungen, Busfahrten, Freizeitgestaltung

Unsere Geschichte

Zusammengestellt von Hubert Keutgens, Dr. Edgar Ohn und Kurt Pommée 


Ein wenig Vorgeschichte


Will man den Werdegang des Eupener Eifel-Ardennen-Vereins nachzeichnen, dann dürfen seine eigentlichen Vorläufer nicht unerwähnt bleiben.


Schon im Jahre 1832, zu einer Zeit, als die Eifel allenthalben als das „rheinische Sibirien“ verschrieen war, wurde in Schleiden ein „Verein zur Beförderung der Landschaft, des Gewerbefleißes, der Intelligenz und der Sittlichkeit in den Eifelgemeinden“ ins Leben gerufen. Obwohl er rein wirtschaftliche und nicht touristische Ziele im Auge hatte, kann man ihn als Wegweiser für den heute mehr als 30.000 Mitglieder zählenden Eifelverein ansehen.


Dieser wurde am 22. Mai 1888 im Kursaal von Bad Bertrich von Dr. Adolf DRONKE gegründet. Sein Wirkungskreis erstreckte sich auf das Eifeler Land zwischen dem Rhein im Osten, der Landesgrenze im Westen, der Köln-Aachener Eisenbahnlinie im Norden und der Mosel im Süden. Zweck des Vereins war die Erschließung der Eifel in landschaftlicher, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht.


Das verkannte Eifeler Land entdecken, den Sinn für Heimat, die Freude am Wandern und die Liebe zur Natur wecken, waren Gründe genug, den Siegeszug des Eifelvereins zu beflügeln.


Bereits im Gründungsjahr bildeten sich 22 Ortsgruppen, und es war nicht weiter verwunderlich, dass die Wogen der Begeisterung auch das damals an der äußeren Westecke des Reiches gelegene Eupen erreichten.


Hier hatte kurz vorher Bürgermeister Theodor MOOREN einen Verein zur Verschönerung des Eupener Stadtbildes gegründet und zahlreiche Anlagen erstellen und hunderte Bäume anpflanzen lassen. Unter seinem Vorsitz fanden sich am 1.10.1893 im Tonnarschen Lokal ca. 50 Personen ein, die nach einem Vortrag des Hauptvorsitzenden Dr. DRONKE zur Gründung der Ortsgruppe Eupen schritten. In den Vorstand wurden gewählt die Herren Landrat Alfred GÜLCHER als Vorsitzender, Rudolf FETTWEISS und WARLIMONT als Vizepräsidenten, Oberlehrer Dr. KÄSEBERG als Schriftführer und Regierungsbauführer MENDEN als Kassierer.


1898 verstarb Dr. DRONKE im Alter von 61 Jahren. General Karl VON VOIGT folgte ihm für 6 Jahre als Hauptvorsitzender des Eifelvereins und legte den Grundstein zu dem Hauptwanderwegenetz, wozu u.a. der Eifelvereinsweg Nr. 8 von Aachen nach Trier über Eupen, Malmedy, St. Vith, Ouren usw. gehörte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ortsgruppe Eupen 56 Mitglieder. Am 29. Mai 1904 übernahm Karl Leopold KAUFMANN, Landrat von Malmedy, den Hauptvorsitz des Eifelvereins, und dies bis 1938, als Dr. Josef SCHRAMM, Landrat des Kreises Schleiden, seine Nachfolge übernahm.



Am 3. und 4. September 1905 fand in Eupen die große Herbst-Hauptversammlung des Eifelvereins statt, zu der August TONNAR zwei Lieder schrieb. Sie wurde zu einem großen Ereignis für die ganze Stadt mit Festzug, öffentlichen Konzerten, Ball im großen Saal des TONNAR’schen Lokals, Zugfahrt ab dem Oebahnhof bis Bethane mit anschließender Wanderung zur Gileppe-Talsperre und zurück über Binster „Kanzel und Krone“, wo die Stadt Eupen ein Picknick gab. Für diejenigen, welche im Anschluss an das Eifelfest die Lütticher Weltausstellung zu besuchen gedachten, hielt die Ortsgruppe Eupen ein attraktives Angebot bereit.


1908 übernahm Amtsgerichtsrat Dr. DE NYS den Vorsitz der Ortsgruppe Eupen.


Das Foto zeigt den Raerener Bildhauer und Dichter Hubert SCHIFFER mit seinen beiden Söhnen. Rechts steht die Figur des sogenannten Spamännchens (kleine Statue / Beerensammler)



Inzwischen war schon August MATTAR aktiver Wanderwart dieser Ortsgruppe und blieb es bis zum Zweiten Weltkrieg. Viele neue Wanderwege erschloss er mit Hauptlehrer 

LANGENBERG und ließ eine Reihe von Bänken in der näheren Umgebung der Stadt aufstellen. 


Von 1907 an gab es in Eupen bereits eine vom Eifelverein betreute 





Schüler- und Studentenherberge, die, weil sie als erste an der Strecke Aachen-Trier lag, schnell einen großen Erfolg verzeichnen konnte.

Aufgrund des starken Anwachsens der Ortsgruppe von über 200 Mitgliedern in den Jahren 1909 und 1910 beschloss der Verein, als Denkmal seiner Wirksamkeit in der hiesigen Gegend den Spabrunnen am Zusammenfluss von Getzbach und Weser neu einzufassen. Die Einweihung der kleinen Grotte mit Brunnenmännlein nach einem Entwurf des Vereinsdichters Hubert SCHIFFER, Raeren, konnte bereits am 10. August 1910 unter großer Beteiligung der Bevölkerung gefeiert werden.


Das Foto zeigt die Prominenz bei den Feierlichkeiten und dem Volksfest zur Einweihung des Spabrunnens am 10. August 1910. Auf Einladung des Eifelvereins fanden sich 500 Wanderer zur Aufführung des Theaterstückes vor dem Spabrunnen ein.

Von links nach rechts: Frl. DROUVEN, Prof. GEHLEN (Beisitzer Eifelverein), Prof. ROCHELS (Stellvertretender Vorsitzender Eifelverein), Amtsrichter DE NYS (Vorsitzender Eifelverein), Förster MEIER („Waldgeist“), Frl. Rosa PFUHL („Mädchen aus dem Volke“), Frl. Maria WINNERS („Wassernymphe“), Raerener Heimatdichter Hubert SCHIFFER, Kaplan KORSTEN, Kommissar MANN, Frl. KÖTTGEN, Frl. KÜPPERS.


Anlässlich der Hauptversammlung 1911 in Monschau bat die damals über 300 Mitglieder zählende Ortsgruppe Eupen den Eifelverein um Unterstützung ihres Antrags an die Regierung in Aachen um Erhaltung eines Teils des Hohen Venns als Naturschutzgebiet. Diese Bemühungen waren von Erfolg gekrönt, da der zuständige Minister bereits im November 1911 anordnete, einen Teil des Brackvenns, die „Miste“, bis auf weiteres nicht mehr aufzuforsten oder abzutorfen.

Auf Anregung der Ortsgruppe Eupen hatte der Vervierser Anwalt Albert BONJEAN bereits am 26. Oktober 1911 einen Vennschutzverein unter dem Namen „Comité de Défense de la Fagne“ ins Leben gerufen. Somit konnten sich die Ortsgruppe Eupen des Eifelvereins und der Vennschutzverein Verviers, durch das Wohlwollen der preußischen und der belgischen Regierungen, der Sache des Hohen Venns tatkräftig widmen.


In den folgenden Jahren fanden die zahlreichen Vereinsfeste, Blumentage, Vortragsabende, Wanderfahrten, Oktoberfeste, Karnevalsveranstaltungen usw. einen großen Zuspruch.


Nach dem Ersten Weltkrieg – die Kreise Eupen und Malmedy waren durch den Versailler Vertrag Belgien zugesprochen worden – übernahm Dr. Franz NEUHAUS den Vorsitz. Ihm gelang ein erfolgreicher Neuaufbau der Ortsgruppe. Nach seinem Tod und einem kurzen Interregnum wurde 1924 Notar TROUET zum Vorsitzenden gewählt, dem 1929 Heinrich JEUCKENS folgte.


1931 war Eupen eine der insgesamt nur noch fünf Ortsgruppen, die eine besondere Jugendabteilung hatten.


Die Ortsgruppe Eupen wies 1932 einen Mitgliederzugang von 331 auf 343 auf.


1933 gestaltete sich die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Ortsgruppe zu einem echten Heimatfest mit einer Sternwanderung.


Ende 1939 zählte der Eifelverein in Eupen 368 Mitglieder. 


Das 50-jährige Vereinsjubiläum 1943 wurde verständlicherweise von den Kriegsereignissen überschattet. Der Zweite Weltkrieg mit seinen nachhaltigen Folgen und politischen Wirren setzte dem Wirken der Ortsgruppe damals vorerst ein Ende.


Der Neubeginn


Nach und nach erwachte sowohl bei ehemaligen Eifelvereinsmitgliedern als auch bei vorher nicht organisierten Wanderfreunden der Wunsch nach Zusammenschluss, nach gemeinsamem Erleben all des Schönen, das Natur und Heimat zu bieten hat. Und so kam was kommen musste: ermutigt durch den Herausgeber der „Kölnischen Rundschau“, Dr. Reinhold HEINEN, selbst einer der eifrigsten Förderer des Eifelvereins, und mit Unterstützung des damaligen Grenz-Echo-Chefredakteurs Henri MICHEL, wagte eine Handvoll Eupener Bürger unter Hans HAVENITH den Neubeginn, jedoch unter dem Namen „Eifel-Ardennen-Verein“. Zum 2. April 1959 lud ein provisorischer Ausschuss zur Gründungsversammlung in Pauquet’s Kurhotel ein.


Am 18. März 1959 richtete Hans HAVENITH folgendes Schreiben an Dr. HEINEN:

Sehr geehrter Herr Dr. Heinen!

Habe die schmeichelhafte Ehre, Ihnen die schwierige aber doch erwartete Geburt Ihres geistigen Kindes anzuzeigen. Selbiges erblickt das Licht der Öffentlichkeit am 2. April 1959 zu Eupen im Kurhotel Pauquet, nach 8 Uhr abends, zu welch feierlicher Stunde Sie mit Ihren hochverehrten Naturfreunden herzlichst eingeladen sind.

N.B. Taufe sofort anschließend.


Hans Havenith

Vorläufiger Vorsitzender des am 2.4.1959 zu gründenden E.A.V.


Der Zuspruch aus der Bevölkerung war erfreulich groß. Auch die junge Generation fehlte nicht. Noch am selben Abend gingen zahlreiche Anmeldungen ein. Vertreter des Eifelvereins, Dr. Reinold HEINEN und Geschäftsführer KNOPP aus Düren, und der „Amis de la Fagne“, die Vorstandsmitglieder Dr. LEROY und HORGNY aus Verviers, bekundeten in ihren Grußbotschaften ihre Verbundenheit mit der neuen Vereinigung.

Die bei der Gründungsversammlung vorgeschlagene Satzung wurde unterzeichnet von den vorläufigen Vorstandsmitgliedern:


Hans HAVENITH, Vorsitzender

Dr. Richard PANKERT, stellvertretender Vorsitzender

André SCHLESINGER, Schatzmeister

Josef DÜRNHOLZ, Wanderwart

Walter KROTT, Schriftführer für deutsche Korrespondenz

Yvonne PIRNAY, Schriftführerin für französische Korrespondenz

Maria KREUER, Berichterstatterin.


Aus der Satzung nachstehend ein Auszug:


Der Verein ist gemeinnützig. Er wird eingetragen als Gesellschaft ohne Erwerbszweck. Er möchte Bewunderung, Begeisterung, Liebe erwecken, steigern und sichern für die herrlichen Wälder und das einzigartige, jedoch bedrohte Hochvenn seines Gebietes, und zusammenfinden mit anderen Naturfreunden diesseits und jenseits der Grenzen zur gemeinsamen Erschließung, Verschönerung und Verteidigung solcher Naturgeschenke. Die Vereinigung ist ermächtigt, alle damit zusammenhängenden Zwecke zu verfolgen.

Als Mittel zur Erreichung der gesteckten Ziele sollten dienen:

• Fußwanderungen in doppelter Absicht: sich zu erholen, zu erfreuen, aber auch in Vennlandschaft und Waldgebiet heimischer zu werden.

• Ausflugsfahrten in die Eifel und in die Ardennen, verbunden mit Wanderungen als Vergleichsmöglichkeiten zu den Eigentümlichkeiten unserer Gegend.

• Pflege des hiesigen Brauchtums durch Veranstaltung von Festen mit Volkstänzen und Volksliedern; besinnliche Abende mit Vorträgen über Ortsgeschichte und andere dem Verein naheliegende Themen.

• Enge Zusammenarbeit mit den Amis de la Fagne. Unterstützung ihrer Bemühungen zum Schutze des Hohen Venns.

• Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls mit dem hier schon längst bekannten deutschen Eifelverein, der sich um die Eifel in so hervorragender Weise verdient gemacht hat und dessen Erfahrungen auch uns zugute kommen dürften.

• Zusammen mit diesen befreundeten Vereinen, der Stadtverwaltung Eupen und der Forstbehörden das Ausarbeiten einer Wanderwegebezeichnung.



Ein vielversprechender Auftakt


Schon drei Tage später, am 5. April, führte eine erste Wanderung 51 Teilnehmer über Nispert und Mospert zur Wesertalsperre. Am 12. April gab’s bereits die erste Tagestour. Der Auftakt war also gelungen. Es folgten Sonntag für Sonntag, in stetem Wechsel, mal schwierig, mal leicht, Früh-, Morgen-, Nachmittags- und Tageswanderungen, Ausfahrten, Familienbummel, ja sogar eine Nachtwanderung; Gemeinschaftswanderungen mit den Amis de la Fagne im Hohen Venn und mit dem Eifelverein rund um Kronenburg, Teilnahme an einem internationalen Jugendtreffen in Woffelsbach, eine Venndurchquerung von 40 km sowie das erste Fest des EAV: eine Silvesterfeier auf Schönefeld. Bei der ersten Generalversammlung am 9. Januar 1960 konnte man auf ein erfolgreiches Startjahr zurückblicken. Bei insgesamt 40 Wanderungen wurden 667 km zu Fuß zurückgelegt. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf über 150 angewachsen.


Im Aufwind


Dem Gründungsjahr folgte eine ständige Aufwärtsent- wicklung und ein Zuwachs an Mitgliedern. 


Zum dritten Gründungstag hatte der Vorstand sich etwas Besonderes einfallen lassen. Am Samstag 15. April 1961 scharten sich 20 Unentwegte um den Vorsitzenden Hans HAVENITH, um im Park Klinkeshöfchen im Rahmen einer Gedenkstunde drei junge Buchen zu pflanzen. 


Nicht nur, weil die Buche der Symbolbaum des EAV ist, sondern um auch daran zu erinnern, dass 1911 der größte Teil des Buchenbestandes im Hertogenwald einem verheerenden Brand zum Opfer fiel und hernach durch Rottannen ersetzt wurde. Zu diesen Buchen gesellte sich ein mannshoher unbehauener Stein (ein Findling aus dem Diepbachtal) als Gründungsstein des EAV mit den ehernen Lettern EAV und der Jahreszahl 1959.


Im Jahr 1962 legte der Gründungsvorsitzende Hans HAVENIH sein Amt nieder. 

Dr. Edgar OHN wurde zu seinem Nachfolger gewählt und behielt dieses Amt während 18 Jahren.


Was schon bei der Gründung geplant war, nämlich vorerst vier Wanderwege in der nächsten Umgebung der Stadt zu kennzeichnen, konnte endlich in den Jahren 1963-64 in die Tat umgesetzt werden. Mehr noch, es wurden 10 Wanderwege ausgesucht (teilweise vom früheren Eifelverein übernommen) und unter Anleitung von Wegewart Willy LENNERTZ in mühseliger und langwieriger Kleinarbeit mit Markierungsschildern versehen. Diese gelbleuchtenden Plastikschildchen trugen die Aufschrift „Eifel-Ardennen-Verein“ und die Ziffern 1 bis 10. Die Anschaffungskosten in Höhe von 6.000 Franken übernahm die Stadt Eupen als einmalige finanzielle Unterstützung für den EAV. 


Das fünfte Stiftungsfest stand unter einem ganz anderen Zeichen: zum „Tanz in den Mai“ hatte der EAV ins Kurhotel eingeladen, wo die große Vereinsfamilie mit Freunden aus St. Vith und unter Mitwirkung des Eupener Mandolinenorchesters „Almenrausch“ und der Trachtengruppe des Eifelvereins Bad Neuenahr einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend verbrachte.

Die in den Jahren 1963-64 angelegten 10 Wanderwege wurden ausführlich beschrieben in dem 1966 vom EAV herausgegebenen „Führer durch Eupen und Umgebung. Geschichte, Baudenkmäler, Natur und Pflanzenwelt“ und allesamt eingezeichnet in eine beigefügte mehrfarbige Wanderkarte, von Josef DÜRNHOLZ neu bearbeitet im Maßstab 1:25.000 in einer Gesamtauflage von 6.000 Stück.


Neben den Wanderungen im Eupener Umland, im Hohen Venn und diesseits und jenseits der Landes- und Sprachengrenzen ging’s außerdem in die Ferne mit Pkw oder Autobus, oft auch als Gemeinschaftswanderung mit befreundeten Ortsgruppen des Eifelvereins oder den St. Vither Wanderfreunden. Guten Zuspruchs erfreuten sich immer wieder größere Ausfahrten mit Besichtigungen und geselligem Beisammensein. 


1965 führten Josef DÜRNHOLZ und später Willy LENNERTZ die „Fahrt ins Blaue“ ein.


Für besondere Verdienste erhielt der Vorsitzende Dr. Edgar OHN im Oktober 1968 die Silberne Verdienstnadel des Eifelvereins.


Ab 1970 organisierten die Damen des Vereins viele Jahre lang zur schönen Maienzeit eine „Damenausfahrt“ mit „Wahl der Maienkönigin“.


Was den Alten recht, war den Jüngsten schon lange billig. Am 6. Dezember 1970 fand unter der Leitung von Friedrich WETZEL zum ersten Mal eine Nikolausfeier im Binster statt.


Seit 1971 führte Hans FALTER die seitdem erfolgreiche jährliche „Fahrt in die Reben“ an Mosel oder Ahr ein. 


Im April 1973 wurden auf Anregung von Wanderwart Josef DÜRNHOLZ versuchsweise zweimal im Monat „Spaziergänge am Mittwochnachmittag“ eingeführt. Ältere Wanderer, Hausfrauen und diejenigen, denen die Sonntagswanderungen doch etwas zu beschwerlich waren, fanden sich zu Wanderungen mit anschließender gemütlicher Einkehr zusammen. Diese Mittwochswanderungen fanden immer größeren Anklang und entwickelten sich langsam zur Hauptaktivität des EAV. Somit war die Ortsgruppe Eupen die einzige Gruppe im Eifelverein mit 2 wöchentlichen Wanderungen !


Auch die tausendste Wanderung am 20.11.1976 blieb unvergesslich. Etwa 

80 Wanderer aus Eupen, Dillingen und St. Vith wanderten zur Schwarzen Brücke und zur Hilltalsperre mit anschließendem gemütlichen Treffen mit Gesang und Erbsensuppe auf der Ochsenalm. 


Zum 20jährigen Bestehen sah man von einer Feier ab und unternahm stattdessen am 17. Juni 1979 einen gemeinsamen Ausflug zur Bundesgartenschau nach Bonn.


Im Jahr 1980 trat Dr. Edgar OHN als Vorsitzender zurück und wurde Ehrenmitglied des EAV, welcher Dr. Alfred HORLIN zum neuen Vorsitzenden wählte.

Das Foto zeigt einen Teil der Mitglieder des EAV, die seit dem Gründungsjahr 1959 dabei sind und beim Jubelabend am 5. Mai 1984 im Saal Bosten mit dem Ehrenabzeichen ausgezeichnet wurden. Ganz rechts im Bild der Vorsitzende, Dr. Alfred HORLIN; links Bruno HAVENITH, Stellvertretender Vorsitzender sowie Vorsitzender des Festausschusses.


1984 wurde das Silberjubiläum des Vereins gefeiert. Nach einer Messe für die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Vereins fand am Samstag 5. Mai 1984 ein Jubelabend im Hotel Bosten in der Haasstraße statt mit Festansprachen, Ehrung der Jubilare, Essen und gemütlichem Beisammensein mit Tanz zu den Klängen der Musikvereinigung Eupen. Präsident Dr. Alfred HORLIN berichtete in seiner Festansprache, dass der Verein in 25 Jahren 96.000 km zurückgelegt habe und somit zweimal um die Erde unterwegs war. 


Am Sonntag 6. Mai wurde eine Sternwanderung mit drei größeren Wanderungen und einer kleineren Wanderung für befreundete Wandergruppen aus dem In- und Ausland organisiert, an der etwa 300 Wanderfreunde teilnahmen. Zum Ausklang traf man sich in geselliger Runde im Koch’schen Saal in der Paveestraße.


Die regelmäßigen Kontakte, Ausfahrten und gemeinsamen Wanderungen mit befreundeten Ortsgruppen aus Gerolstein, Bad Neuenahr, Wittlich, Adenau, Bonn, Lammersdorf, Eicherscheidt, Einruhr, Zülpich, den Vogesen ... trugen auch wesentlich zur Förderung des Europagedankens teil.


Im Jahr 1984 erhielten 5 Mitglieder des EAV (Oswald ARIMONT, Josef DÜRNHOLZ, Werner GODESAR, Dr. Paul NEUMANN und Dr. Edgar OHN) zum ersten Mal seit der Gründung des Vereins die Treuenadel des deutschen Eifelvereins für 25 Jahre Mitgliedschaft.


Ab 1985 fanden auch jährlich Kappensitzungen beim EAV statt.


Die Damenausfahrten und die Fahrten in die Vogesen fielen ab 1990 aus. Dafür führten im folgenden Jahr 1991 einige freiwillige Damen aus der Mittwochswandergruppe im Monat Dezember eine stilvolle Weihnachtsfeier ein mit Verlosung, gemütlicher Kaffeerunde, Gesang, Besuch des hl. Nikolaus und 

schönen Vorträgen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Wanderführerinnen und -führer geehrt. Diese Feier gehört seitdem zu den Höhepunkten des Veranstaltungskalenders des EAV und hat sich bis heute fortgesetzt.

Das Ehepaar Willy LENNERTZ-WETZEL brachte es im Jahr 1991 auf die Rekordzahl von 1.700 Wanderungen. Der Vorsitzende Dr. HORLIN dankte ab und Hans FIJALKOWSKI wurde sein Nachfolger.

Seit 1993 wird der jährliche Wanderplan als Heftchen veröffentlicht.

Unser engagiertes Mitglied Willy LENNERTZ erhielt im Monat Mai die Silberne Verdienstnadel des Eifelvereins.

Zum 35-jährigen Bestehen fand am 9. Oktober 1994 eine kleine interne Feier statt. Willy LENNERTZ wurde wegen seiner zahlreichen Verdienste um den Verein (Gründungsmitglied, Wanderführer, Wegewart, Vorstandsmitglied, über 1.700 Wanderungen ...) zum Ehrenmitglied ernannt.


Im Jahr 1995 organisierte der EAV seine 3.000ste Veranstaltung. Frau Dr. Anne-Marie ZANDER wurde aufgrund ihrer 15-jährigen Tätigkeit als Schatzmeisterin ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt. Sie erhielt außerdem die Silberne Verdienstnadel des Eifelvereins. Das Jahr 1995 war in jeder Hinsicht ein Rekordjahr . 3.452 Wanderer / Mitglieder und 208 Gäste nahmen an unseren Veranstaltungen teil.


Die im Monat Januar 1996 zum ersten Mal durchgeführte Krippenausfahrt ist seitdem fester Bestandteil des Jahresprogramms des EAV geworden.


Frau Gertrud Lennertz erreichte im Jahr 1997 die Rekordmarke von 1.900 Wanderungen ! Als Sonderveranstaltungen sind ein toller karnevalistischer Nachmittag sowie eine Spargeltour zu erwähnen.


Das 40-jährige Jubiläum beging der EAV vereinsintern im Rahmen eines kleinen Festes mit Ehrungen. Die Generalversammlung ernannte Hans FALTER wegen seiner Verdienste (Vorstandsmitglied, Wanderwart ..) zum Ehrenmitglied.


Bei der Generalversammlung 2002 wurde das Vorstandsamt des ausscheidenden Wegewarts durch das eines Naturschutzwarts ersetzt. Einige neue Wanderführer meldeten sich, so dass die Zahl der Wanderführer beim EAV auf 21 anwuchs. Im gleichen Jahr führte der EAV auch 2 gemeinsame Wanderungen mit den Freunden der „Sektion Sonnentau“ durch.


Die Krippenausfahrt des Jahres 2002 fand zum ersten Mal als Tagestour statt. Auch wurde im gleichen Jahr eine Gemeinschaftswanderung mit Stolberger Wanderfreunden organisiert sowie eine Abendwanderung und eine Moselausfahrt. Den Druck des Wanderplans des EAV übernehmen seit 2002 die Dienste der Provinz Lüttich, was der Vereinskasse zugute kommt.


2003 trug der Kassenwart den Kassenbericht des Vereins zum ersten Mal in EURO vor. 


Im Jahr 2004 trat der Präsident Hans FIJALKOWSKI von seinem Amt zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Eine außerordentliche Generalversammlung wählte noch im gleichen Jahr Hubert KEUTGENS zum 5. Vorsitzenden des EAV. 

In Absprache mit der „Sektion Sonnentau“ entschloss man sich 2004, die Sonntagswanderungen einzuschränken.


Die Mittwochswanderungen des EAV gehörten nun definitiv zur Hauptaktivität des Vereins, der im Jahr 2004 seine 4.000ste Veranstaltung organisierte.


Im Mai des Jahres 2005 wurde auf Initiative des EAV erfolgreich ein gemeinsamer Wandertag der 4 Eupener Wandervereine (EAV, LAC-Wandergruppe, Sektion Sonnentau und SGEU) durchgeführt und seitdem jährlich wiederholt. Bei dieser Gelegenheit tragen die Teilnehmer seit 2007 ihr Scherflein zur Finanzierung einer Baumpatenschaft im Eupener Ostpark bei.

                                                                                                                                                                           



 Wir treffen uns immer:

Mittwoch nachmittags zum Wandern.

 

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